Thoughts on a Polarizing Society

January 10, 2012

It’s been several years now that I have been dismayed at the increasingly polarized din of political and societal “debates.” I put debates in quotes, because people are mostly talking past each other. This first hit me in the early 90s in Israel, when the climate in Western Europe was still more concilliatory. I have seen American politics become increasinly polarized and ascerbic, and see it in Europe, too, though to a lesser extent. In Europe, this is usually seen in matters relating to money (taxes, monetary policy, rescue of failing banks, national cost cutting plans, pensions), but less so in other, mostly social matters, while in the US, those are bones of polarizing contention, too.

So now I am reading Melanie Philips The World Upside Down (more about it in a future post), and I wonder whether the reason for this increased polarization is because we are growing increasingly philosophically distant from each other, to the point of not noticing we are takling past each other.

Think of secularist scientism vs. traditional theism as the possibly overarching disagreement, expressing itself in autonomy vs. dignity of life in bioethics; freedom from religion vs. freedom of religion in the educational realm; the definition of marriage and the family; the definition of science and of religion (think Kansas vs. Board of Education); even how to understand the big questions in the Middle East, including multilateralism and pacifism vs. military intervention, Israel & the Arabs, Afghanistan, Iraq, Iran.

I know this looks like quite some diverse topics to group together as one phenomenon, but reading Philips’ book, I must say she skillfully documents a common thread to all these, which provides the meat for describing the phenomenon of growing polarization between Right and Left. (However, linking her thesis to the manifest polarization in politics and society, and how that may be the result of being so entrenched in divergent philosophical views to the point of not identifying with the Other, well, I must take responsibility for those insights, unless she writes about that later in the book – I am only about a third of the way through).

I’ll be watching out to see which of those trends are most manifest in Germany, which issues are actually debated, or at least considered controversial, over here.


Do we Owe Respect to Old Bones?

January 9, 2012

So there’s this this debate going on in England about a skeleton that was displayed apparantly against the explicit wish of its erstwhile live person (should we call it its “owner”?), Charles Byrne, and people are arguing whether to finally bury it, or whether so much time has passed (some 230 years) that it is no longer relevant. [Hat tip: Rabbi Ze'ev Smason] Read the rest of this entry »


Jubiläumsfeier der Ohel-Jacob-Synagoge II

January 8, 2012

Anlässlich des Jubiläumsfeier spendete jemand anonym eine Torá-Rolle, damit so viel möglich Leute geehrt werden, während der Spender selber anonym im Schatten bleibt. Die Torá-Rolle wurde von Herrn Rabbiner שמעון חיים Steven Langnas eingetragen und mir übergeben. Die neue Rolle wurde im Beisein allen Rabbinern München, die je eine Torá-Rolle trugen, in den Torá-Schrein begleitet. Geschmuckt wurde die Torá von den Vorsitzenden der zwei anderen Synagogen der IKG, Herrn Biber der Possartstraße-Synagoge und Herrn Dr. Münz der Georgenstraße-Synagoge. Eingetragen wurde sie von Herrn Stein des Vaads der Ohel-Jacob-Synagoge und von Herrn Yakov Mutka, Ba’al Keriá’ (Torá-Vorleser) der Synagoge.

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Ohel-Jacob-Jubiläumsfeier – Hallo Weekend

January 8, 2012

Der folgende Artikel – Ein Haus voller Leben – erschien anlässlich des fünften Jubiläumsfeier der Ohel Jacob Synagoge im Hallo Weekend:


Ohel-Jacob-Jubiläumsfeier – Münchner Merkur

January 8, 2012

Dieser Artikel erschien im Münchner Merkur anlässlich der fünften Jubiläumsfeier der Ohel-Jacobs-Synagoge:

 


Jubiläumsfeier der Ohel-Jacob-Synagoge I

January 8, 2012

Mittlerweile sind seit dem fünften Jubiläumsfeier unserer Synagoge zwei Monaten vorbei, aber der Tag bleibt von großer Bedeutung. Also bitte ich um Verzeihung, dass mit unserem Umzug und dem neuen Amt ich bisher kaum Zeit hatte, neues zu posten. Anbei meine Rede jenes 9. November-Feier, der in einem zweiten Post später heute mit einige Bilder und Presse-Artikel ergänzt wird.

Von der IKG-München-Webseite:

Der heutige Anlass steht im Zeichen der Zukunft.

Für uns soll der 9. November nicht mehr bloß an die blutigen Vergangenheit Deutschlands und Europas erinnern, sondern auch die neue Blüte, die hier und anderswo wächst: Die Blüte der florierenden Gemeinden, die aus dem Nichts, aus der Asche der Zerstörung wieder neu auflebten.

Ich zittiere die Profezeiung des Profeten Secharja (8:4-5): Es werden noch Greise und Greisinnen in den Straßen von Jerusalem sitzen, ein jeder mit seinem Stabe in seiner Hand vor Menge der Tage. Und die Straßen der Stadt werden voll sein von Knaben und Mädchen, die auf seinen Straßen spielen.

Wir haben nicht nur in der heutigen Zeit erleben dürfen, wie jüdische Greise und Greisinnen in den Straßen von Jerusalem gemütlich sitzen und jüdische Knaben und Mädchen dort spielen, sondern auch hier in München und in anderen Städten wo neue Blüten der jüdischen Gemeinden wieder erblühen. Damit spiegelt unsere Zeit eine andere Profezeiung Secharjas (18:19) wieder Read the rest of this entry »


Parsing Modim’s Poetry

October 30, 2011

The penultimate blessing of all ‘Amidot (standing devotions) is the Thanksgiving Blessing, which begins with the words Modim ana’hnu Lakh (“we thank You/we acknowledge Your grace”). However beautiful and central the notion of thanksgiving is to prayer in general and to the ‘Amida in particular, it is by no means easy to parse this text, as it is a written in a rather typical rabbinic style of liturgical poetry which non-initiates do not directly recognize.

A careful study of the text will, however, make some of that poetic beauty stand out and make the text more readily understandable. Read the rest of this entry »


In der Presse: Synagoge und Facebook

October 30, 2011

(Na ja, eigentlich bin ich auf Google Plus, aber der Titel ist schon gut).

Münchens neuer Rabbiner will die jüdische Kultur stärken – auch über einen Blog im Internet. Von Franziska Brüning, erschienen in der Süddeutschen Zeitung, 18.10.2011, S. R 6.
Arie Folger hat Sinn für Humor. Er habe seine grüne Krawatte mit den hebräischen Schriftzeichen nur angezogen, damit man ihn danach fragt, sagt er. Dann fügt er hinzu, dass er sie als Gedächtnisstütze für seine Predigten benutze. … Er wolle die jüdische Identität stärken, aber auch Offenheit leben, sagt Folger, der selbst einen Blog betreibt und junge Leute auch über die neuenMedien wie Facebook erreichen möchte. Der neue Münchner Rabbi hat den Zwiespalt der modernen Gesellschaft – Zeitmangel und Arbeitsdruck auf der einen Seite und die Sehnsucht vieler Menschen, mal inne halten zu können und nachzudenken, auf der anderen Seite – zu seinem Arbeitsauftrag gemacht. „Wir leben in einer schnellen Welt, da können wir mit unserem Schabbath etwas bieten.

Das vollständige Interview lesen Sie hier.


Ist Rosch haSchaná hart?

October 30, 2011

Untanè Tókef ist ein liturgisches Gedicht, der im askenasischen Brauch an Rosch haSchaná — und in vielen Gemeinden auch an Jom Kippúr — die Verkündung der Heiligkeit G”ttes, die Keduschá, einführt. Dort heißt es “… Engel erzittern, Angst und Beben fasset sie, und sie sprechen: Siehe, es ist der Tag des Gerichts … wer leben soll und wer sterben, wer das Lebensziel erreiche und wer vor seiner Zeit hingehe, … wer in Ruhe leben, wer in unstät irre, wer in friedlicher Stille, wer mit verwirrtem Sinne, … wer sinken soll und wer emporkommen.”

Herr Marian Offmann, Vize-Präsident der IKG München und Moderator der Sat1-Sendung jüdisches Leben in Bayern, findet das hart. Klicken Sie hier für meine Antwort zu diese und einige andere Fragen zu Rosch haSchaná (Jüdisches Leben in Bayern #5).


Wir ziehen um! — We are Moving

September 13, 2011

Mit Dankbarkeit zu G”tt freuen wir uns anzukündigen, dass wir umziehen. Aus dem Tachles Top News des 13. September 2011:

Rabbiner Arie Folger ist der neue Gemeinderabbiner bei der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. …

Dem Presidium, dem Vorstand und den Mitgliedern der Gemeinde danken wir für das Vertrauen und schauen zuversichtlich auf der gemeinsamen Zukunft.


With gratitude to G”d, it is our great pleasure to announce that we are moving … to Munich, to assume the responsibilities of the senior rabbi and rebbetzin of the Jewish Community of Munich. We greatly thank the Munich Jewish community’s leadership and membership for the trust they put in us, and greatly look forward to our common future, which, with G”d’s help, we will help shape together.


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