Wir dürfen das Licht nicht auslöschen

December 1, 2008

DeutschDie hellen Flammen unserer Chanukká-Menorót sollen das Wunder bei der Wiedereinweihung des Bejt ha-Mikdásch publik machen. Der heidnische Götzendienst, den Antiochus Epiphanes eingeführt hatte, wurde abgeschafft: Alle Götzenbilder und alle Gegenstände, die zu ihrer Verehrung dienten, wurden zerstört, und diejenigen, die das Verbrechen der Entweihung des Bejt ha-Mikdásch begangen hatten, wurden aus Jerusalem und schliesslich auch aus den anderen jüdischen Städten in Israel vertrieben. Das Wunder, dass man ein kleines Fläschchen Öl fand, das noch tahór1 war und die Menorá im Tempel acht Tage brennen liess, kann man als Gottes Zustimmung zur Wiedereinweihung unseres heiligsten Ortes verstehen. Damit stellt sich die Frage, auf welche Weise man sich am besten an dieses Wunder erinnern sollte. Sollen wir das wachsende Staunen derer hervorheben, die das Wunder miterlebten und jeden Tag sahen, dass das Öl noch einen weiteren Tag reichte? Oder sollen wir betonen, dass das Öl überhaupt gefunden wurde, so dass das grösste Wunder am Beginn des Feiertags stattfand? Read the rest of this entry »


Jom Kippur -> Etrog -> Berejshit

October 12, 2008

DeutschDie vier landwirtschaftliche Arten, die wir an Sukkót in die Hände nehmen und zum Lob G”ttes während des Hallél-Lobgebets schwingen, sind mysteriös und mit Symbolik gefüllt. In die folgenden Predigten werden erforscht: die Verbindung zwischen Jom Kippur und Etrog, die Verbindung zwischen dem Etrog und der Schöpfungsgeschichte, die zum ersten Schabbat nach Sukkót gelesen wird, sowie die allgemeine Haltung bei der Einhaltung der Mizwót, die zu die persönliche Erfüllung führt, oder eben nicht.

  • Die schöne Verpflichtung (die Verbindung zwischen Jom Kippur und Etrog)
  • Nicht alles, dass glänzt, ist Gold (die Verbindung zwischen dem Etrog und der Schöpfungsgeschichte)
  • Dienet haSchém mit Freude (über die allgemeine Haltung bei der Einhaltung der Mizwót, die zu die persönliche Erfüllung führt)

  • Nicht alles, dass glänzt, ist Gold

    August 1, 2008

    DeutschPredigt vom 1. Tag Sukkót, 15. Tischréj 5768 (27 September ’07)

    Nicht alles, dass glänzt, ist Gold

    von Rabbiner Arie Folger

    Die Torá befiehlt uns, an Sukkot פְּרִי עֵץ הָדָר (Perí ‘Etz hadár) zu nehmen.1 Was bedeutet פְּרִי עֵץ הָדָר, und was kann uns dieser Ausdruck über die Wirkung und den Zweck der Mizwá sagen? Ich möchte hinzufügen, dass wir eine Mizwá nie vollständig erklären können. Sie ist in ihrem Wesen ein g”ttlicher Befehl, und der Mensch kann sich ihrer Bedeutung zwar annähern, aber sie nie ganz erklären. Trotzdem sind unsere Fragen berechtigt: Was bedeutet פְּרִי עֵץ הָדָר, und was wird damit symbolisiert? Read the rest of this entry »


    Die schöne Verpflichtung

    August 1, 2008

    DeutschPredigt des 1. Tag Sukkót, 15. Tischréj 5767 (7. Okt. 2006)

    Die schöne Verpflichtung

    von Rabbiner Arie Folger

    Die Torá gebietet uns וּלְקַחְתֶּם לָכֶם בַּיּוֹם הָרִאשׁוֹן פְּרִי עֵץ הָדָר ‘und nehmt euch am ersten Tag Perí ‘Étz Hadár’ (Wajikrá 23:40). Was bedeutet Perí ‘Étz Hadár? Rabbi Awrahám Ibn ‘Esrá übersetzt einfach: ‘eine Frucht von einem prachtvollen Baum’. Der Etróg gilt als der schönste Baum und wird deshalb Perí ‘Étz Hadár genannt. Der Rambán (Nachmanides) meint, dass der Baum Citrus medica im biblischen Hebräisch als ‘Étz Hadár bezeichnet wird.

    Ungeachtet dieser Kommentare hat man das Gefühl, dass sich ein Etróg durch mehr auszeichnet als nur durch bestimmte botanische Eigenschaften. Read the rest of this entry »


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